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Veganes Festessen

Ab und zu überkommt selbst mich, als Liebhaberin von exotischem Essen, Lust auf gute "Hausmannskost". Dabei esse ich seit vielen Jahren kein Fleisch von Rind, Schwein und Geflügel, was diese Küche normalerweise dominiert. Dieses Rezept habe ich selbst zusammengestellt und alle paar Monate gibt es verschiedene Varianten davon zum Sonntagsessen. Einen halben Tag muss man sich dafür Zeit nehmen, aber es lohnt sich auf alle Fälle!

 

Anmerkung: Alle Mengenangaben sind ungefähr geschätzt, ich koche nicht nach Rezept und wiege/messe nichts von meinen Zutaten ab. Bitte selbst abschmecken und immer vorher kosten.

Zutaten

Tofu- oder Seitansteak (Reformhaus oder www.alles-vegetarisch.de)

Wildreis und Basmati-Reis von www.reishunger.de (Bio)

Dunkle Sauce:

  • Bio-Wurzelgemüse mind. 1kg
  • 1/2 kg Zwiebeln
  • 1 Flasche Rotwein halbtrocken
  • Würzmittel: Salz, Paprikagewürz, Pfeffer, Kümmel, Koriander, Lorbeer, Muskat, Gemüsesuppenwürze, Raucharoma, Zucker
  • Kräuter: Rosmarin, Petersilie, Mayoran, Liebstöckl, Thymian
  • Rapsöl

 


Rotkraut:

  • 1 großer Kopf Bio-Rotkraut
  • 1 Apfel groß oder 2 kleine Äpfel
  • ein wenig Rotwein
  • Würzmittel: Salz, Zitronenpfeffer (ev. 1 Messerspitze Zimt, Muskat)
  • Zwiebelschmalz, vegan (zB von Tartex)

 


Kartoffelsalat:

  • 1 kg Kartoffeln
  • Hesperidenessig
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • Würzmittel: Paprikagewürz, Salz, Zucker, Senf, Gemüsesuppenwürze

 

Zubereitung

Bei diesem Gericht ist Koordination alles – weil hier zählt wirklich: Gut Ding braucht Weile.

 

Ich würde dazu raten den Reis und Kartoffelsalat am Vortag zuzubereiten, beides ist am nächsten Tag besser. Ansonsten braucht man durchaus bis zum Abend bis alles auf dem Tisch steht.

 

Reis von Reishunger.de laut Anleitung auf der Packung zubereiten. Achtung, der Wildreis muss vorher in Wasser eingelegt werden und braucht wesentlich längere Kochzeit als der Bio-Basmati Reis.

 

Kartoffelsalat:

Speckige Kartoffeln bissfest kochen, abseihen und kurz abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die rote Zwiebel in kleine Würfel schneiden. 1 halbe Kaffeetasse Hesperidenessig gut mischen mit einer halben Tasse Wasser, 1 Esslöffel Salz, 1 Esslöffel Zucker, 1 Teelöffel Gemüsesuppenpulver, Zwiebeln und 1 halber Teelöffel Senf. Die Marinade in der Mikrowelle erwärmen. Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und mit der heißen Marinade übergießen. Ein paar Stunden ziehen lassen, dann im Kühlschrank kalt stellen.

 

Dunkle Sauce:

Für die Sauce braucht man Geduld. Um eine solche Geschmacksexplosion zu erzeugen braucht es viel Aroma – und das holen wir aus dem Bio-Gemüse, indem wir es immer wieder rösten, aufgießen und wieder reduzieren. Außerdem ergibt es leider kaum mehr als zwei Portionen Sauce, höchstens für 4 Personen.

 

Wurzelgemüse (zB Karotten aller Farbe, Sellerie, Pastinaken, Petersilie aber auch weißer Rettich oder Kohlrabi) putzen, klein schneiden oder mit Julienneschneider in feine Streifen raspeln. Zwiebeln (Farbe egal) groß klein schneiden, Schale waschen und aufheben. Gewürze (Pfefferkörner, Lorbeer, Koriander, Kümmel...) ohne Öl anrösten um die Aromen freizusetzen, Öl und Zwiebel zugeben, nach und nach das Gemüse zugeben und ca. 10 min rösten (Röstaromen). Paprikagewürz und 1 Esslöffel zugeben, kurz rösten und karamellisieren, mit 1/2 Flasche Rotwein und 1 Spritzer Raucharoma aufgießen. Frische Kräuter ungeschnitten mit Stängel hinzugeben, alternativ getrocknete Kräuter verwenden. Nun immer wieder reduzieren bis keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist, rösten und wieder aufgießen (mit Wasser, Rotwein oder Gemüsebrühe). Mindestens 3 Stunden sollte es kochen um das Aroma aus dem Gemüse zu holen.

 

Wenn die Sauce schön dunkel ist und das Gemüse tot gekocht aussieht, kann man es abseihen. Dazu sollte das Gemüse mit Saft bedeckt sein, aber je mehr Flüssigkeit noch vorhanden ist, desto länger dauert später die Reduzierung. Alles in ein feines Sieb über einem Topf geben und gut auspressen. Somit bleibt nur mehr eine dunkle Flüssigkeit übrig, welche wir wieder aufkochen bis sie so eingedickt ist, beim Abkühlen eine Haut bildet und beim Kochen kleine Bläschen wirft wie auf dem Foto oben.

 

Die Sauce ist sehr aufwendig, aber das allerwichtigste an diesem Essen. Ihr werdet es nicht bereuen!

 

Rotkraut:

Rotkraut in feine Streifen schneiden, mit ca. 1 TL Salz verkneten und mind. 1 Stunde ziehen lassen.

Rote Zwiebel in 1 EL Zwiebelschmalz anrösten, Rotkraut hinzugeben, kurz mitrösten und mit 1 Tasse Rotwein aufgießen (was übrig bleibt von der Sauce). Gewürze zugeben und auf kleiner Stufe ca. 1,5h kochen, dann geriebenen Apfel hinzugeben, abschmecken und warm stellen.

 

Zuletzt: Die Seitansteaks anbraten.

Dafür habe ich meinen Tefal Griller, der macht das fast von alleine. Ich gebe kurz vor fertig noch etwas von der dunklen Sauce auf den Griller, das gibt eine schöne Kruste. Alles anrichten und genießen.

 


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